Stellungnahme zu Kindergartenbau

Stellungnahme der Freien Wählervereinigung Hockenheim zum Bericht der CDU (Kindergartenbau Obere Hauptstraße)

in der Hockenheimer Tageszeitung am 13. Juni 2018

Die Freien Wähler sind doch etwas verwundert über den Bericht der CDU. Hier wird ein TOP öffentlich gemacht und eigentlich das Ergebnis einer Ratsabstimmung vorweggenommen, die noch nicht stattgefunden hat.
Stadträtin und Fraktionssprecherin Gabi Horn erklärt, dass die Freien Wähler gegen den Bau eines Kindergarten in der Oberen Hauptstraße sind.
Für die Freien Wähler hat nämlich die Wohnbebauung für junge Familien in diesem Gebiet, welches gleichzeitig auch
Sanierungsgebiet ist, absolute Priorität. Nur so kann es hier eine Sanierung auch der alten Bausubstanz geben. Junge Familien gibt es derzeit so gut wie keine in diesem Wohngebiet und der Bau eines Kindergartens ist nicht unbedingt ausschlaggebend für eine Bebauung durch junge Familien.
Stadtrat Jochen Vetter ist der Meinung, dass dort nur eine Wohnbebauung die gewollte Innenstadtbelebung bringt,
ganz nach dem bisherigen Grundsatz der Verwaltung
"Innen-Entwicklung geht vor Aussen-Entwicklung".
Und wenn das so wäre und sich entsprechend entwickelt, kann man auch darüber Nachdenken, im Anschluß einen Kindergarten auf weitere aufgekaufte Grundstücke zu bauen, erklärte Stadtrat Michael Sauter.
Auch aus verkehrstechnischen Gründen sieht Stadtrat Klaus Zizmann es nicht als geeignet, einen Kindergarten an einer derart stark befahrenen Straße zu bauen. Zum einen muss wegen der Ampel am MedCenter mit Rückstau gerechnet werden und zum anderen ist mit an- und abfahrendem Hol- und Bring-Verkehr der Eltern zu rechnen. Dies ist ein nicht zu unterschätzender Eingriff in den fliessenden Verkehr.
Die Freie Wählervereinigung Hockenheim spricht sich daher klar gegen den Bau eines Kindergartens in der Oberen Hauptstraße aus.
In dem Wissen, dass es in Hockenheim leider nach wie vor nicht genügend KiGa-Plätze gibt, sind wir sehr bemüht weitere, neue Standorte für Kindergärten zu finden und unterstützen dabei die Verwaltung bestmöglich, fügt Stadtrat Stefan Weber ergänzend hinzu.