FWV Vorstandssitzung

Freie Wähler Hockenheim befassen sich mit Verkehrsproblemen.

Hauptsächlich mit zwei brisanten Themen, bzw. Bauvorhaben beschäftigten sich die Freien Wähler bei ihrer letzten Vorstandssitzung.

Die vorgesehene 2-jährige Vollsperrung der Salierbrücke (Rheinbrücke) vor Speyer schlägt derzeit hohe Wellen. Die Versammlung war sich einig, dass sich das Regierungspräsidium die billigste und vielleicht auch schnellste Lösung ausgesucht hat. Ebenso einig war man sich aber, dass die Bedürfnisse der betroffenen Bürger wie Pendler, Schüler, Kranken und auch der Speyrer Geschäftswelt und des Gewerbes dabei nicht berücksichtigt wurden.

„Es ist mir ein Grauen mir vorzustellen, dass vollbesetzte Schulbusse, vielleicht noch mit stehenden Schülern darin, über die ohnehin schon vollgestopfte Autobahn nach Speyer fahren müssen. Die schweren Auffahrunfälle mit LKW auf unseren Autobahnen zeigen uns, was passieren kann, “ meinte Stadträtin Horn. Andere wiesen darauf hin, dass die längeren Fahrzeiten mit ihren Unwägbarkeiten auch mit den Schulen kaum abgestimmt werden können. Dieselben Probleme haben Pendler, die größere Umwege fahren müssen. Hier sind kreative Lösungen gefragt. Der einhellige Tenor: nicht immer ist die billigste Lösung die beste. Eine längere Bauzeit mit halbseitiger Sperrung darf nicht von vornherein ausgeschlossen werden. Die Vollsperrung geht dann auf Kosten der Bürger, die längere Fahrzeiten auf sich nehmen müssten. Viele Politiker haben sich schon geäußert, teilweise sind Lösungen angedacht worden. Man war sich darüber einig, dass dringend ein gemeinsames Handeln der betroffenen Gemeinden (auch mit Speyer) nötig sei, um die negativen Auswirkungen der Vollsperrung abzumildern.

Die andere, innerörtliche Baustelle in Hockenheim betrifft die Kreuzung Obere Hauptstraße/Untere Mühlstraße. Hier haben die Freien Wähler schon bei der Planung zum Umbau der Oberen Hauptstraße darauf hingewiesen, dass an dieser Kreuzung ein größeres Problem wegen der Gefährdung der Fußgänger entstehen wird. Diese Straße wird in Zukunft den motorisierten Verkehr über die neugebaute Brücke zum Meßplatz aufnehmen, was zu einem größeren Verkehrsaufkommen führen wird.

Für Autofahrer, die vom Meßplatz kommen, sind Fußgänger aus Richtung Stadtwerke aufgrund der baulichen Verhältnisse nicht zu erkennen. Hinzu kommt, dass der eine schmale Gehweg für Fußgänger kaum zu benützen ist. Eine bedarfsgerechte Signalanlage wäre zwar denkbar, würde aber unweigerlich zu Rückstauungen auf der Oberen Hauptstraße führen. Auch ein Zebrastreifen wäre eine Lösung und sollte in die Überlegung mit einbezogen werden. Ein Hinweis an die Fußgänger auf die Unübersichtlichkeit des Überwegs wäre dabei angebracht und sollte das Vorrecht der Fußgänger als schwächster Verkehrsteilnehmer dokumentieren. Hier erwartet man Vorschläge der Verkehrsplaner. Dass die dortige Kreuzung auch umgebaut und eine separate Abbiegespur für Linksabbieger aus Richtung Reilingen gefertigt werden sollte, dürfte unstreitig sein, und der breite Gehweg auf der Rathausseite könnte hierbei berücksichtigt werden. Allerdings muss dann noch eine Lösung für die Bushaltestelle gesucht werden. Auch der andere Teil der Unteren Mühlstraße (am Fußgängerüberweg Rathaus) müsste in die Planung mit einbezogen werden, denn der soll den Radfahrer- und Fußgängerverkehr über den Steg zum Meßplatz aufnehmen. Auch hier sind die Vorschläge der Verkehrsplaner von Interesse.

Weiterführender Link: www.morgenweb.de/schwetzinger-zeitung_artikel,-hockenheim-mehr-verkehr-eine-gefahr-fuer-fussgaenger-_arid,1204636.html