Dampfnudelfest 2011

Dampfnudelfest: Freie Wähler erleben Ansturm auf Großhansschem Bauernhof / Viele Gäste holen Spezialität gleich dutzendweise ab / Familiärer „Heimlieferservice“

4000 Hefekugeln über die Theke gereicht

Hätte man den vergangenen Sonntag zum „Dampfnudeltag 2011“ ernannt und Blasmusikkapellen aufziehen, Ehrenredner engagieren sowie Medaillen prägen wollen – die Genießer auf dem Hof von Landwirt Großhans hätten als Gäste der Freien Wähler wohl kalorienselig in Applaus geschwelgt und alle Daumen in den Sommerhimmel erhoben.
Weit mehr als 4000 Dampfnudeln wanderten an einem einzigen Tag auf dem Anwesen des Landwirts über den Tresen, während gelb bekleidete Männer und Frauen fast schon im Akkord takteten, um all jene zufriedenzustellen, die bei dem Stichwort „Dampfnudel“ gleichsam in Erinnerungen versinken angesichts „Omas Rezept“ und „Kartoffelsupp’ g’hört oifach dazu!“
Wer dabei wieviele der goldgelben Hefegebäcke erhalten würde, war meist familienintern noch nicht geklärt, wenn bereits die Teller und Schüsseln dampfend auf den Tischen standen. „Wahrscheinlich zwei“, mutmaßte da auch Marco Brenner aus Reilingen angesichts der vier gemeinsam mit seiner Freundin erstandenen Nudeln.
Auch Bianca Becht aus dem fernen Germersheim hielt stolz ihren „Fang“ des Tages in den Armen: 30 Dampfnudeln für insgesamt 15 Familienmitglieder: „Die Kartoffelsupp’ haben wir schon vorbereitet.“ Damit ging es ab in das benachbarte Laubenpiepergebiet, wo in der heimeligen Atmosphäre des Kleingartens das traditionsreiche Essen verputzt werden sollte.
Schwarzwald-Gast beeindruckt Erstmals unter die leidenschaftlichen Dampfnudelfreunde reihte sich Christian Steinhagen ein. Der Schwarzwälder kennt Omas Geheimrezept, wie er bekundete, doch dass Dampfnudeln so viele Menschen an einen Ort führen würden, hätte er sich auch nicht gedacht. Ein Wissen, das die Hockenheimer Freien Wähler jedoch bereits lange in sich tragen, denn ihr Dampfnudelfest ist eine der Attraktionen im Hockenheimer Kulturkalender.
So auch in diesem Jahr, denn bereits um 9.45 Uhr standen die ersten Hungrigen vor den langen Theken, hinter denen die Frittierpfannen aufgereiht waren. Ein wenig mussten diese noch warten, denn offiziell ging es um 11 Uhr erst so richtig los.
Viele von ihnen taten es Bianca Becht gleich und setzten auf den eigenen Heimlieferservice via Plastikschüssel. „Den Rekord hatten wir wohl bei 70 Stück“, wunderte sich Klaus Zizmann, Vorsitzender der Freien Wähler, der sich bei den Vereinsmitgliedern für ihr großes Engagement bedankte.

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Quelle: Hockenheimer Tageszeitung vom 13.9.2011
Text: Anke Koob