50 Jahre FWV-Matinee

FWV: Matinee zum 50-jährigen Bestehen / Stolz auf fünf Jahrzehnte erfolgreiche Arbeit zum Wohle Hockenheims

Sachbezogene Politik für den Bürger

"Keine Partei und doch politische Kraft. Ungebunden, unabhängig und nur den Bürgerinnen und Bürgern von Hockenheim verpflichtet. Das sind wir und dafür stehen wir!", begrüßte der stellvertretende Vorsitzende der Freien Wähler Vereinigung (FWV) Hockenheim, Jochen Vetter, Gäste und Ehrengäste zur Matinee anlässlich des 50-jährigen Vereinsbestehens.
Mit Stolz könne man auf das halbe Jahrhundert zurückblicken und dürfe feststellen, in welch hohem Maße die parteiunabhängige und sachbezogene Politik die Stadt Hockenheim mitgeprägt habe. "Wir pflegen zu sagen: Bewegung ist alles, aber die Richtung entscheidet", betonte Vetter.
Auch der Landesgeschäftsführer der FWV Baden-Württemberg, Georg Hiller, gratulierte dem Geburtstagskind in seiner Festrede: "50 Jahre, das zeugt von Substanz und Kontinuität. In Hockenheim sind die Freien Wähler zweite Kraft im Gemeinderat, da muss schon was dahinter stehen!"
Als Alternative zur Parteienlandschaft sei die Vereinigung die älteste und größte Bürgerinitiative im Land. Sie arbeite an der politischen Willensbildung in den Kommunen mit. "Wir wollen mithelfen, dass Städte und Gemeinden gesund und lebenswert bleiben, denn nur dann geht es auch dem Staat gut. Wir wollen nah am Bürger sein und dazu beitragen, dass sich viele Menschen politisch engagieren."

Engagiert und sachlich

Offen für die Zusammenarbeit mit allen politischen Gruppen und Parteien, Extreme ausgenommen, sei man darauf bedacht, dass die besten Ideen zum Tragen kommen. Respekt und Akzeptanz vor anderen Meinungen und Menschen, Orientierung an örtlichen Bedürfnissen und an der Sache, nicht an der Ideologie bestimmten das Handeln. Der Verzicht auf Machtspiele werde von Bürgern geschätzt.
"Freie Wähler sind Individualisten, und die Bürger vertrauen offenbar mehr auf Personen als auf Programme. Ihre Stadt kann sich sehen lassen, und dazu haben auch Sie in einem gerüttelt Maß beigetragen", lobte er die Mitglieder.
Für Hockenheims Oberbürgermeister Dieter Gummer steht die FWV dafür, "Gegenwart zu gestalten und Weichen für die Zukunft zu stellen. Sie haben Ihre Aufgaben mit Engagement und Erfolg bewältigt." Sachliche Auseinandersetzungen und respektvoller Umgang mit anderen Meinungen prägten das Handeln der FWV im Gemeinderat.
Ähnlich positive Worten fanden auch Markus Fuchs (CDU Hockenheim) und Michael Gelb (FDP-Ortsverband) sowie Matthias Steffan in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der FWV Altlußheim und stellvertretender Kreisvorsitzender in ihren Grußworten.
Einen spannenden Rückblick auf die vergangenen 50 Jahre in Wort und Bild gab der 1. Vorsitzende der FWV Hockenheim. Dabei erinnerte Horst Höschele an die Pioniere der Vereinigung, die sich seit 1975 "eingetragener Verein" nennen darf, an die Gründungsversammlung im damaligen Gasthaus "Carl Theodor", und er zitierte aus dem damaligen "Schreiben an alle Wählerinnen und Wähler der Stadt Hockenheim": "Wir haben uns von der Erkenntnis leiten lassen, dass nur ein ganz geringer Prozentsatz der Bevölkerung in den politischen Parteien verankert ist. Wir wollen künftig konstruktiv zum Wohle aller mitarbeiten. Unser Handeln und das Handeln unserer Kandidaten wird bestimmt werden von den Erfordernissen und Notwendigkeiten, die unserer Stadt und der Gemeinschaft nützen oder dienen." Zu den Grundsätzen wolle und könne man sich auch heute noch bekennen. Höschele ließ noch einmal die Erfolge und Rückschläge Revue passieren, ebenso wie die beiden wohl bekanntesten Veranstaltungen der Freien Wähler: das Dampfnudelfest als eines der größten Familienfeste in der Stadt und die Beteiligung am Kinderferienprogramm.

Schwieriger Situation stellen

Auch künftig wolle man sich, so der Vorsitzende, trotz aller Krisen und Hiobsbotschaften, die auch die Haushalte der Kommunen beeinflussten, den schwierigen Herausforderungen stellen und dazu beitragen, dass Hockenheim einen ordentlichen und ausgeglichenen Haushalt habe.
Die Matinee, die vom La Sala Quartett Schwetzingen beswingt mit toller Jazzmusik untermalt wurde, klang bei netten Gesprächen und einem kleinen Imbiss aus. Die Damen durften zum Muttertag noch eine gelbe Rose mitnehmen.
(Schwetzinger Zeitung, Annette Zietsch, 11. Mai 2009)